Der Gemeinderat hat einstimmig den Weg für die Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses freigemacht. Hier findet ihr alle Entscheidungen der Sitzung – verständlich erklärt.
Das Feuerwehrgerätehaus an der Erlanger Straße 15 ist mehr als 25 Jahre alt – und inzwischen zu klein geworden. Für die rund 60 aktiven Mitglieder der Möhrendorfer Wehr sind die Verhältnisse eng. Hinzu kommt ein brandschutztechnisches Problem: Aus dem Obergeschoss, in dem sich der Versammlungsraum befindet, gibt es keinen zweiten baulichen Fluchtweg.
Die Lösung: ein Anbau an der Südseite des Gebäudes.
Die bestehenden Fertiggaragen an der Südseite des Gebäudes weichen einem neuen, massiv gebauten Anbau. Dieser erstreckt sich über die gesamte Breite des Hauptgebäudes von fast zwölf Metern und wird das Gebäude um rund fünfeinhalb Meter verlängern.
Im Anbau entstehen neue Umkleiden und zusätzlicher Lagerraum. Über das Dach des Anbaus führen zwei Treppen künftig als zweiter Fluchtweg aus dem Versammlungsraum im Obergeschoss nach unten – das war der entscheidende brandschutztechnische Auslöser für das Projekt.
Für den Anbau war eine Befreiung von der im zugrundeliegenden Baulinienplan aus den 1960er-Jahren festgesetzten Baugrenze notwendig. Das Landratsamt hat bereits seine Zustimmung signalisiert. Der Gemeinderat erteilte das gemeindliche Einvernehmen.
Abstimmung: 14 : 0 – einstimmig angenommen.
Die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen hatte beantragt, für das laufende Bauprojekt der Feuerwehr Kleinseebach eine klare Struktur für die Bauüberwachung und regelmäßige Berichterstattung einzuführen. Bürgermeister Fischer informierte, dass Vergaben bereits an Fachplanerinnen und Fachplaner vergeben wurden und alle zwei Wochen ein Abstimmungstermin stattfindet.
Nach der Diskussion zog die Grünen-Fraktion ihren ursprünglichen Antrag zurück und stellte einen erweiterten, gemeinsam abgestimmten Antrag. Der Gemeinderat beschloss einstimmig:
Abstimmung: 14 : 0 – einstimmig angenommen.
Der Gemeinderat stimmte einer Voranfrage zu, bei der ein bestehendes Wohnhaus an der Feldstraße 15 erweitert und auf dem aufzuteilenden Grundstück ein neues Einfamilienhaus errichtet werden soll. Eine Befreiung von der festgesetzten Baugrenze war erforderlich. Abstimmung: 14 : 0.
Auf zwei benachbarten Grundstücken an der Erlanger Straße – im Geltungsbereich des Bebauungsplans 19/22 „Erlanger Straße" – sollen je ein Mehrfamilienhaus mit sechs Wohneinheiten entstehen.
Besonders erwähnenswert: Das Mehrfamilienhaus an der Erlanger Straße 76 soll im Rahmen der einkommensorientierten Förderung (EOF) errichtet werden. Das bedeutet: Die Wohnungen sind für Menschen mit mittlerem und niedrigem Einkommen vorgesehen, die Mieten werden staatlich gefördert und sind dauerhaft begrenzt. Geförderter Wohnraum kommt der Allgemeinheit zugute und ist ein wichtiger Beitrag zu einer sozialen Durchmischung der Gemeinde.
Für beide Voranfragen war eine Befreiung vom Bebauungsplan erforderlich: Die geplante Wandhöhe von 8,84 Metern liegt über der festgesetzten Obergrenze von 6,50 Metern. Allerdings ist die Firsthöhe – also der höchste Punkt des Daches – geringer als nach dem Bebauungsplan eigentlich zulässig wäre. Das Gebäude wirkt damit zwar wegen der höheren Außenwände großvolumiger, erreicht aber insgesamt keine größere Gesamthöhe als im Plan ursprünglich vorgesehen.
Beide Voranfragen wurden genehmigt. Abstimmung jeweils: 10 : 4.
Der Gemeinderat hat den Jahresabschluss 2024 der Gemeindewerke Möhrendorf – zuständig für Wasserversorgung und Photovoltaikanlagen – einstimmig festgestellt. Die Bilanzsumme beträgt rund 3,84 Millionen Euro. Der Jahresverlust von 39.496,59 Euro wird der allgemeinen Rücklage entnommen.
Abstimmung: 14 : 0 – einstimmig angenommen.
Wir werden euch auch weiterhin regelmäßig über die Arbeit im Gemeinderat informieren – verständlich und ohne Amtsdeutsch.